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Alles für die Technik-Klassenarbeit

Diese Seite fasst jedes Thema von deinem Aufschrieb einzeln zusammen — mit Erklärung, Schaltzeichen, Beispielen und allen Fachbegriffen zum Nachschlagen.

Wähle links ein Thema oder klicke unten auf eine der Karten. Unterstrichene Wörter sind Fachbegriffe — einfach antippen, dann erscheint die Erklärung. Alle Begriffe stehen außerdem gesammelt im Glossar.

Grundlagen

TH-01

Ohm'sches Gesetz

U, R, I und der Vorwiderstand einer LED

TH-02

Widerstand messen

Multimeter richtig einsetzen

TH-03

Platinen & Bestückung

Aufbau einer Leiterplatte

TH-04

Löten

Werkzeug, Technik, Sicherheit

TH-05

Hell-/Dunkelschaltung

Schaltungen mit dem LDR

TH-06

Ausschaltverzögerung

Das RC-Zeitglied erklärt

Bauteile

D1

LED

Leuchtdiode

R1

Festwiderstand

inkl. Farbcodetabelle

RV1

Potentiometer

einstellbarer Widerstand

R-LDR

LDR

Fotowiderstand

RT1

NTC

Heißleiter

Q1

Transistor

elektronischer Schalter

C1

Kondensator

Ladungsspeicher

Referenz

SCH

Schaltzeichen

alle Symbole zum Zeichnen

CALC

Rechner

Vorwiderstand & Farbcode

A–Z

Glossar

alle Fachbegriffe gesammelt

TH-01

Ohm'sches Gesetz & Vorwiderstand

Zusammenhang zwischen Spannung, Widerstand und Stromstärke

Prüfungsziel: Vorwiderstand einer LED berechnen können

Das Ohm'sche Gesetz beschreibt, wie Spannung, Widerstand und Stromstärke zusammenhängen. Man kürzt es oft mit URI ab — nach den drei Formelzeichen.

U = R · I U in Volt (V) · R in Ohm (Ω) · I in Ampere (A)

Aus der Grundformel lassen sich die beiden anderen Größen umstellen — das sogenannte URI-Dreieck hilft dabei:

U R I

R = U ÷ I  ·  I = U ÷ R  ·  U = R · I

Vorwiderstand einer LED berechnen

Eine LED darf nicht direkt an die Betriebsspannung angeschlossen werden, sonst fließt zu viel Strom und sie wird zerstört. Deshalb schaltet man einen Vorwiderstand in Reihe. Die Formel dafür:

Rv = (Ub − Uf) ÷ If Ub = Betriebsspannung · Uf = Durchlassspannung der LED · If = Durchlassstrom der LED
Beispielrechnung

Eine rote LED (Uf = 2,0 V, If = 20 mA = 0,02 A) soll an einer 9 V-Batterie betrieben werden.

Rv = (9 V − 2,0 V) ÷ 0,02 A = 350 Ω

Da 350 Ω kein genormter Wert ist, wählt man den nächsthöheren Wert aus der E-Reihe, z. B. 390 Ω — nie abrunden, sonst fließt zu viel Strom!

Zum selbst Rechnen: → siehe Seite „Rechner“ im Menü.

TH-02

Widerstand mit dem Multimeter messen

Der Ohmmeter-Modus in der Praxis

Ein Multimeter kann im Widerstandsmodus (Ohmmeter-Funktion, Symbol Ω) den Widerstand eines Bauteils bestimmen.

So gehst du vor

  • Bauteil spannungsfrei machen und wenn möglich aus der Schaltung auslöten — sonst verfälschen Nachbarbauteile das Messergebnis.
  • Drehschalter auf den Ω-Bereich stellen und einen passenden Messbereich wählen (bei unbekanntem Wert mit dem größten Bereich starten und schrittweise verkleinern).
  • Messspitzen an die beiden Anschlüsse des Bauteils halten — Polung spielt bei einem einfachen Widerstand keine Rolle.
  • Angezeigten Wert ablesen und mit dem aufgedruckten Farbcode vergleichen.

Weitere Prüfungen mit dem Multimeter

Durchgangsprüfung

Der Durchgangsprüfer piept, wenn zwischen zwei Punkten eine leitende Verbindung besteht — praktisch zum Prüfen von Leiterbahnen oder Kabeln.

Kurzschluss erkennen

Zeigt das Multimeter 0 Ω, obwohl kein Bauteil dazwischen sein sollte, liegt ein Kurzschluss vor.

Merke

Widerstand wird nie in einer eingeschalteten, unter Spannung stehenden Schaltung gemessen — das Ergebnis wäre falsch und das Messgerät könnte beschädigt werden.

TH-03

Platinen — Aufbau & Bestückung

Buch S. 242/243

Eine Leiterplatte (engl. PCB) verbindet Bauteile elektrisch, ohne dass man sie einzeln verdrahten muss.

R1 D1

Kupfer-Leiterbahnen (hell) verbinden Lötpads (Kreise) — Bauteile werden darauf bestückt

Wichtige Fachbegriffe

  • Leiterbahn — die „Kabel“ auf der Platine, aus Kupfer geätzt.
  • Lötpad — Kupferfläche, an der ein Bauteil festgelötet wird.
  • Bestücken — Bauteile auf der Platine platzieren, bevor sie verlötet werden.
  • Bestückungsdruck (Silkscreen) — weißer Aufdruck mit Bauteil-Umrissen und Bezeichnungen wie R1, D1, C1.
  • Bestückungsseite / Lötseite — Vorder- bzw. Rückseite der Platine.
  • THT — Bauteile mit Drahtbeinchen, die durch Löcher gesteckt werden (Schulstandard).
Reihenfolge beim Bestücken

Erst niedrige, hitzeunempfindliche Bauteile (Widerstände, Dioden), dann höhere Bauteile (Kondensatoren, Transistoren). Immer auf die Polung achten — bei LED, Elko und Transistor ist die Einbaurichtung wichtig!

TH-04

Einführung in das Löten

AB „Einführung in das Löten" · Buch S. 244/245

Beim Löten werden Bauteil-Anschluss und Lötpad durch ein geschmolzenes Zusatzmetall, das Lot (Lötzinn), dauerhaft und elektrisch leitend verbunden.

Werkzeug & Material

  • Lötkolben — beheizt Bauteil und Pad auf ca. 300–350 °C.
  • Elektroniklot — dünner Draht mit eingebauter Flussmittelseele, die Oxide entfernt.
  • Lötkolbenständer, feuchter Schwamm zum Reinigen der Spitze, evtl. Absaugung gegen Lötdämpfe.

Ablauf einer Lötstelle

  • Bauteil ins Lötpad stecken, Beinchen leicht abwinkeln.
  • Lötkolbenspitze gleichzeitig an Bauteilbein und Pad halten (2–3 Sekunden vorheizen).
  • Lötzinn zuführen — es soll am heißen Metall schmelzen, nicht an der Kolbenspitze.
  • Erst das Lot, dann den Kolben wegnehmen. Stelle nicht bewegen, bis sie erkaltet ist.
Gute Lötstelle

Glänzend, glatt, kegelförmig — das Lot umschließt Bein und Pad vollständig.

Kalte Lötstelle

Kalte Lötstelle: matt, körnig, brüchig — schlechter oder kein elektrischer Kontakt. Muss nachgelötet werden.

Sicherheit

Lötkolben wird über 300 °C heiß — nie die Spitze berühren, Kolben nach Gebrauch im Ständer ablegen, gut lüften (Flussmitteldämpfe nicht einatmen), Schutzbrille bei Bedarf tragen.

TH-05

Hell- und Dunkelschaltung

Schaltungen mit LDR und Transistor

Beide Schaltungen nutzen einen LDR zusammen mit einem Festwiderstand als Spannungsteiler. Die Teilspannung steuert die Basis eines Transistors, der wie ein elektronischer Schalter einen Verbraucher (z. B. LED, Relais) ein- oder ausschaltet.

LDR Basis R

Hellschaltung: LDR oben — bei Licht sinkt R(LDR), Basisspannung steigt, Transistor schaltet ein

R Basis LDR

Dunkelschaltung: LDR unten — bei Dunkelheit steigt R(LDR), Basisspannung steigt, Transistor schaltet ein

Vergleich

SchaltungLDR-Position im SpannungsteilerSchaltet ein beiAnwendungsbeispiel
Hellschaltungoben (an +)LichtAlarmanlage, die bei Lichteinfall auslöst
Dunkelschaltungunten (an Masse)DunkelheitStraßenlaterne, Nachtlicht
Merksatz

Am Abgriffpunkt zwischen LDR und Festwiderstand liegt die Spannung, die zur Basis des Transistors führt. Je größer der Widerstand des LDR im Vergleich zum Festwiderstand ist, desto höher ist die Spannung an dieser Stelle.

TH-06

Ausschaltverzögerung

Wie ein Kondensator Zeit „speichert"

Eine Ausschaltverzögerung sorgt dafür, dass z. B. eine Lampe nach dem Ausschalten noch eine Zeit lang weiterleuchtet, bevor sie ausgeht — bekannt vom Treppenhauslicht.

Funktionsprinzip

Ein Kondensator wird über einen Widerstand aufgeladen, solange die Schaltung eingeschaltet ist. Er lädt sich dabei so auf, dass die Basis des Transistors weiterhin Basisstrom erhält. Wird der Schalter geöffnet, kann sich der Kondensator nicht mehr sofort entladen — er entlädt sich langsam über den Widerstand weiter durch die Basis des Transistors. Solange dieser Entladestrom groß genug ist, bleibt der Transistor leitend und der Verbraucher (z. B. eine LED) bleibt an.

R C Basis Q1

Vereinfacht: Schalter → Vorwiderstand → RC-Glied (R+C) → Basis des Transistors

τ = R · C Zeitkonstante τ (Tau) in Sekunden · R in Ohm · C in Farad — bestimmt, wie schnell sich der Kondensator entlädt
Merke

Größerer Widerstand oder größere Kapazität → längere Verzögerungszeit. Die Ausschaltverzögerung nutzt also gezielt die Entladekurve des Kondensators.

D1

LED — Leuchtdiode

Light Emitting Diode

Funktion

Eine LED ist eine Halbleiterdiode, die in Durchlassrichtung leuchtet, sobald ihre Durchlassspannung (je nach Farbe ca. 1,8–3,3 V) überschritten wird. In Sperrrichtung fließt kein Strom.

Polung erkennen

  • Langes Bein = Anode (+)
  • Kurzes Bein = Kathode (−), meist zusätzlich durch Abflachung am Gehäuse markiert

Schaltzeichen LED — Pfeile = abgestrahltes Licht

Anwendungsbeispiel

Statusanzeigen an Geräten, Displays, moderne Beleuchtung. Benötigt fast immer einen Vorwiderstand (siehe TH-01).

R1

Festwiderstand

inkl. Farbcodetabelle

Funktion

Ein Festwiderstand hat einen unveränderlichen Wert und begrenzt den Stromfluss, um Bauteile zu schützen oder Spannungen aufzuteilen.

Schaltzeichen Festwiderstand

Farbcodetabelle (4 Ringe)

Ring 1+2 = Ziffern, Ring 3 = Multiplikator, Ring 4 = Toleranz.

FarbeZifferMultiplikatorToleranz
Schwarz0×1—
Braun1×10±1%
Rot2×100±2%
Orange3×1.000—
Gelb4×10.000—
Grün5×100.000±0,5%
Blau6×1.000.000±0,25%
Violett7—±0,1%
Grau8——
Weiß9——
Gold—×0,1±5%
Silber—×0,01±10%

Beispiel: Rot – Violett – Braun → 27 × 10 = 270 Ω

Anwendungsbeispiel

Vorwiderstand für LEDs, Strombegrenzung in Spannungsteilern, Einstellung von Zeitkonstanten (zusammen mit Kondensatoren).

→ Rechne selbst auf der Seite „Rechner".

RV1

Potentiometer

einstellbarer Widerstand

Funktion

Ein Potentiometer ist ein Widerstand mit einstellbarem Wert. Ein beweglicher Schleifer gleitet über eine Widerstandsbahn und greift eine variable Teilspannung ab — es hat 3 Anschlüsse.

Schaltzeichen Potentiometer — Pfeil = Schleifer

Anwendungsbeispiel

Lautstärkeregler, Dimmer, Einstellung von Helligkeits- oder Zeitschwellen in Sensorschaltungen.

R-LDR

LDR — Fotowiderstand

Light Dependent Resistor

Funktion

Der Widerstandswert eines LDR ist abhängig vom Lichteinfall: Bei viel Licht sinkt sein Widerstand (wenige hundert Ohm), bei Dunkelheit steigt er stark an (mehrere hunderttausend Ohm).

Schaltzeichen LDR — Pfeile = einfallendes Licht

Anwendungsbeispiel

Dämmerungsschalter für Straßenlaternen, automatische Nachtlichter, Belichtungsmesser — siehe auch TH-05 Hell-/Dunkelschaltung.

RT1

NTC — Heißleiter

Negative Temperature Coefficient

Funktion

Ein NTC-Widerstand (Heißleiter) verringert seinen Widerstand, wenn die Temperatur steigt — das Gegenteil eines PTC (Kaltleiter).

t°

Schaltzeichen NTC — schräger Strich mit „t°"

Anwendungsbeispiel

Temperaturfühler in Thermometern und Heizungssteuerungen, Überstromschutz beim Einschalten von Geräten (Einschaltstrombegrenzer).

Q1

Transistor

elektronischer Schalter & Verstärker

Funktion

Ein Transistor hat drei Anschlüsse: Basis, Kollektor und Emitter. Ein kleiner Steuerstrom an der Basis schaltet einen viel größeren Strom zwischen Kollektor und Emitter — man nennt das Stromverstärkung.

B C E

Schaltzeichen npn-Transistor — Pfeil am Emitter zeigt nach außen

Anwendungsbeispiel

Elektronischer Schalter in der Hell-/Dunkelschaltung und der Ausschaltverzögerung, Verstärker in Audiogeräten.

C1

Kondensator

Ladungsspeicher

Funktion

Ein Kondensator speichert elektrische Ladung zwischen zwei leitenden Flächen, die durch einen Dielektrikum getrennt sind. Er lädt sich über einen Widerstand langsam auf und entlädt sich ebenso langsam wieder. Einheit: Farad (F).

Schaltzeichen Kondensator (zwei parallele Linien)

τ = R · C Zeitkonstante beim Auf-/Entladen über einen Widerstand — siehe TH-06 Ausschaltverzögerung
Anwendungsbeispiel

Zeitglieder (z. B. Ausschaltverzögerung), Pufferung und Glättung von Spannungen in Netzteilen.

SCH

Schaltzeichen

Alle Symbole auf einen Blick (nur M-Niveau)

Festwiderstand

Potentiometer

LDR

t°

NTC

Kondensator

+

Elektrolytkondensator

Diode

LED

npn-Transistor

Schalter (offen)

+

Spannungsquelle (Batterie)

Masse

CALC

Rechner

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LED-Vorwiderstand-Rechner

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Farbcode-Rechner (4-Ring)

Widerstandswert —
A–Z

Glossar

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